Insolvenz allgemein

Informationen allgemein – ohne Gewähr – bitte fragen Sie einen Experten

 

Zahlungsunfähigkeit ist kein Grund zum Verzweifeln

Sie sollten bei der anstehenden Insolvenz nicht verzweifeln, sondern einen Experten fragen

Sie sollten bei der anstehenden Insolvenz nicht verzweifeln, sondern einen Experten fragen

Spätestens dann, wenn die finanziellen Mittel weder für die Bezahlung von Rechnungen noch für den Lebensunterhalt ausreichen, muss ein „Kassensturz“ erfolgen. Die Voraussetzungen für eine Insolvenz liegen dann vor, wenn Zahlungsverpflichtungen zeitnah und zukünftig nicht mehr erfüllt werden können. Der wirtschaftliche Zusammenbruch ist da. Egal, aus welchen Gründen dieser finanzielle Absturz entstanden ist, jetzt gilt es, die Reißleine zu ziehen und zu handeln. Es macht keinen Sinn stillzuhalten und zu hoffen, die Situation regelt sich von selbst. Jeder Schuldner sollte sich bewusst werden, die Schuldenlast wird täglich größer. Ziel muss sein, die Schulden dauerhaft loszuwerden und darin einen Neubeginn zu sehen.

Die ersten Schritte in die Insolvenz

Grundsätzlich können gewerbliche und private Schuldner eine professionelle Schuldenberatung aufzusuchen. Dies sind a)amtliche Beratungsstellen und b)private Kanzleien. Die Wartezeiten bei a)sind, weil kostenlos, extrem lang. Ein Termin in Kanzleien ist kurzfristig zu erhalten. Wenn keine finanziellen Mittel für b)vorhanden sind, kann beim Amtsgericht ein sogenannter Beratungsschein beantragt werden. Mit diesem kann die Kanzlei die Kosten gegenüber dem Gericht abrechnen. Eine wichtige Voraussetzung für die Einschaltung einer Beratungsstelle ist, dass sie den Schuldner von Beginn an bis zur kompletten Erstellung des Insolvenzantrages und der Restschuldbefreiung, mit allen Nebenanträgen, begleitet.

Diese Unterlagen sind für ein Beratungsgespräch erforderlich

Ob Gewerbe oder privat, Gläubiger mit Anschrift und Ansprechpartner, Ausgaben, Einkünfte und Bestände müssen aufgelistet werden. Ein Gewerblicher kann diese Daten in der Regel aus der Buchhaltung entnehmen.
Dem privaten Schuldner bleibt die Arbeit nicht erspart. Aufzulisten sind alle Gläubiger mit ihren offenen Forderungen, bezahlte Rechnungen oder Teilbeträge, Verträge, Mahnungen, Korrespondenzen dazu, Pfändungen, Gerichtsurteile. Je detaillierter die Aufbereitung mit den Unterlagen erfolgt, um so schneller und präziser kann die Schuldenberatung tätig werden.

So bereiten professionelle Schuldnerberatungen die Insolvenz vor

Auch nach der Insolvenz können Sie sparen oder währenddessen, lassen Sie sich beraten

Auch nach der Insolvenz können Sie sparen oder währenddessen, lassen Sie sich beraten

Liegen die vorerwähnten Unterlagen vom Schuldner bereits zum Gespräch für den Schuldnerberater Wiesbaden vor, wird er die Gläubiger über den Sachstand informieren. Damit erhalten diese aktuell Kenntnis über die Lage des Schuldners und werden keine gerichtlichen Maßnahmen ihm gegenüber einleiten. Den meisten Gläubigern ist bewusst, dass ihre Maßnahmen keine Aussicht auf Erfolg haben. Gleichzeitig wird bei allen Gläubigern der Schuldenstand abgefragt. Schreibt der Schuldner die Gläubiger selbst an, kommen oft keine Antworten.
Über Wirtschaftsauskunfteien und im Schuldnerverzeichnis am Wohnort werden Abfragen vorgenommen, um weitere Gläubiger zu ermitteln.
Die folgenden Schritte sind, neben dem Beratungsgespräch, Voraussetzung für den Eröffnungsantrag zur Insolvenz:
Die Gläubigern erhalten einen außergerichtlicher Schuldenbereinigungsvorschlag. Dieser ist Voraussetzung, um die Insolvenz zu beantragen. Dabei wird es sich in den meisten Fällen um einen sogenannten Nullplan handeln. Die Auswertung wird das Scheitern des Bereinigungsversuches ergeben. Die Beratungsstelle stellt darüber eine Bescheinigung aus. Jetzt ist die Voraussetzung gegeben, den Antrag mit allen Unterlagen für die Privatinsolvenz zu stellen. Mit der Eröffnung wird ein Insolvenzverwalter für die Insolvenzabwicklung bestellt. Wie man sich diesem gegenüber verhält und was zu beachten ist, erklärt die beauftragte Kanzlei.
Der Schuldner kann sich auf seine Entschuldung bestmöglich wie folgt vorbereiten:
Er richtet bei einer anderen Bank ein neues Konto ein und lässt dieses als P-Konto führen. Dort sollte er noch kein Konto besitzen. Die neue Bank darf nicht im Verbund mit der bisherigen Bank stehen. Sämtliche Einkünfte können sofort auf das neue Konto umgestellt werden, damit sie vor Pfändungen sicher sind. Die Pfändungsfreigrenze für Unterhaltsleistungen kann gemäß Pfändungstabelle festgestellt werden. Ab sofort sind keine weiteren Zahlungen an die Gläubiger zu leisten, das kann zur Restschuldversagung führen. Die laufenden Kosten für Miete, Energieversorger, Telefon müssen gedeckt sein. Auf keinen Fall dürfen neue Verbindlichkeiten eingegangen werden.
Von nun wird das Leben des Schuldners ruhiger. Sämtliche Vollstreckungen/ Mahnungen werden die Gläubiger einstellen.